Evakuierungskonzept
Wer braucht ein Evakuierungskonzept
In der Schweiz brauchen alle Organisationen und Unternehmen, die öffentlich zugänglich sind und in denen sich Personen aufhalten, ein Evakuierungskonzept. Dies können sein:
- Schulen und Bildungseinrichtungen
- öffentliche Einrichtungen wie Museen, Theater, Kinos
- Hotel- und Gastronomiebetriebe
- Geschäfte und Einkaufszentren
- Bürogebäude und Verwaltungseinrichtungen
- Industriebetriebe
- Einkaufszentren und Märkte
- Veranstaltungsstätten und Sportarenen
- öffentliche Verkehrsmittel wie Flughäfen, Bahnhöfe und Busbahnhöfe
- Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen
- Kraftwerke
- Chemieunternehmen
Was ist ein Evakuierungskonzept?
Ein Evakuierungskonzept beinhaltet in der Regel einen detaillierten Plan, der beschreibt, wie im Falle einer Evakuierung von einem Gebäude, einer Anlage oder einem Gebiet vorgegangen werden soll.
Für Evakuierungskonzepte gibt es keine Standardformel. Sie müssen jeweils auf das definierte Objekt angepasst werden, damit alle Details berücksichtigt werden können. Es gibt jedoch Komponenten, die in jedem Evakuierungskonzept vorhanden sein müssen. Dazu zählen unter anderem:
- Objektkoordinaten und Details
- Verantwortlichkeiten/ Organigramme
- Feuerwehr Einsatzpläne
- Fluchtwegpläne mit Sammelplatz
- EVAK-Ablaufdiagramm Diese Liste ist, je nach Objekt
- Vorschriften für den Umgang mit der Öffentlichkeit und den Medien
Grössere Institutionen, beziehungsweise solche mit hoher Personenbelegung oder besonderen Gefahren, haben eine Evakuierungsorganisation, deren Pflichtenhefte Bestandteil des Konzeptes sind. Auch Schulungsunterlagen und -nachweise für die Evakuierungsorganisation gehören dazu.
Ausserdem ist es sehr wichtig, das Konzept bei Evakuierungsübungen regelmässig kritisch zu überprüfen.
Wer erstellt das Evakuierungskonzept?
Normalerweise haben Organisationen einen Sicherheitsbeauftragten, der für die Erstellung, Umsetzung und Pflege der Evakuierungsorganisation zuständig ist. Je nach Anspruch wird er durch externe Firmen mit erweiterten Qualifikationen und passendem Know-how unterstützt. Oft können auch die Brandschutzbehörden mit Rat und Tat aushelfen.


